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Sefarađizo סאראיז

Sephardische Gesellschaft Órgiva

Jewish Scale

Parallelen
Jüdische Tonarten

Viele jüdischen Lieder, sowie Jewish melodies in general, ob von sephardischer, aschkenasischer, oder misrachischer Herkunft, sind in einer nicht-westlichen tonleiter manchmal als die jüdische Tonleiter bekannt. Obgleich jüdische Musik auch andere Tonleiter verwendet, inklusiv die westlichen Moll- und Durtonleitern, ist die jüdische Tonleiter weitaus die häufigste nicht-westliche Tonleiter in traditioneller jüdischen Musik. Auf Hebräisch ist sie als die אַהָבָה רַבָּה | Ạhàwàh Ṛạbàh | Große Liebe Tonleiter bekannt, nach einem Aschkenasischen liturgischen Lied unter diesem Namen in der Tonleiter.

Wie die heptatonischen Dur- und Molltonleitern in der abenländischen Musik bevorzugt, hat die jüdischen Tonleiter sieben Stufen pro Oktave, wo die achte Stufe bei der Oktave der ersten Stufe als gleichwertig betrachtet wird. Die Tonabstande zwischen den Stufen der aufsteigenden jüdischen Tonleiter, in Halbtoneinheiten, sind 1, 3, 1, 2, 1, 2, 2:

Intervalle der jüdischen Tonleiter

wo ein Halbton der Tonhöhenabstand, oder das Grundfrequenzverhältnis, zwischen jeglichen zwei aufeinanderfolgenden Tasten auf dem Klavier ist.

Als einfachstes Beispiel, die Tonart E-jüdisch ist die jüdische Tonart, die nur eine schwarze Taste auf dem Klavier verwendet, die also nur ein Kreuz ♯ oder B ♭ in der Tonartvorzeichnung hat, nämlich Gis. Die aufsteigenden Stufen der E-jüdischen Tonart sind E, F, Gis, A, B, C, D, E:

Klaviaturschema der E-jüdischen Tonart Titel der E-jüdischen Tonart G-Schlüsselnotensatz der E-jüdischen Tonart F-Schlüsselnotensatz der E-jüdischen Tonart

Da die erhöhte Mediante der jüdischen Tonleiter außerhalb des Abendländischen Durmolltonartvorzeichnungsystems fällt, wird sie auf dieser Internetseite in der Tonartvorzeichnung immer mit einem Kreuz , Doppelkreuz 𝄪, oder Auflösungszeichen in roter Farbe angezeigt.


http://sefaradizo.org/muzica/escala_judia/ Sephardische Gesellschaft Órgiva, Granada, Andalusien, Spanien 2019.03.20 Deutsche Ausgabe

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