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Sefarađizo סאראיז

Sephardische Gesellschaft Órgiva

שָׁלוֹם עֲלֵיכֶם

Schalom ‘Alejchem

Frieden Sei Auf Euch

שָׁלוֹם עֲלֵיכֶם | S͡c͡hàˈlọm ‘Ăléjˈchèm | Frieden Sei Auf Euch ist eine בְּרָכָה | Bəṛàˈc͡hàh | —ein Segensspruch— oft als Willkommenslied in Sabbatdiensten gesungen. Am Sabbatabend wird es traditionell entweder zu Beginn des Dienstes, kurz nach der Ankunft; oder zum Schluss, gleich vor dem קִידּוּשׁ | Qịdụs͡c͡h | —der Heiligung— gesungen.

Der Text des Liedes kommt von einer פִּיּוּט | Pịˈjụt | Hymne den sephardischen Kabbalisten von Safed im 16. oder 17. Jahrhundert zugeschrieben. Man sagt, es beziehe sich auf eine schlaue Fabel im Babylonischen Talmud (Traktat Schabbat, Folio 119b),

שְׁנֵי מַלְאֲכֵי הַשָּׁרֵת מְלַוַּין לוֹ לְאָדָם בְּעֶֽרֶב שַׁבָּת מִבֵּית הַכְּנֶֽסֶת לְבֵיתוֹ, אֶחָד טוֹב וְאֶחָד רַע. וּכְשֶׁבָּא לְבֵיתוֹ וּמָצָא נֵר דָּלוּק וְשׁוּלְחָן עָרוּךְ וּמִטָתוֹ מוּצַּֽעַת, מַלְאָךְ טוֹב אוֹמֵר: «יְהִי רָצוֹן שֶׁתְּהֵא לְשַׁבָּת אַחֶֽרֶת כָּךְ.». וּמַלְאָךְ רַע עוֹנֶה «אָמֵן.» בְּעַל כָּרְחוֹ. וְאִם לָֽאוּ, מַלְאָךְ רַע אוֹמֵר: «יְהִי רָצוֹן שֶׁתְּהֵא לְשַׁבָּת אַחֶֽרֶת כָּךְ.», וּמַלְאָךְ טוֹב עוֹנֶה «אָמֵן» בֶּעַל כָּרְחוֹ.
| S͡c͡hnéj Mạl’ăˈc͡héj hạS͡c͡hàˈrét͡h məlạˈwạjn lọ lə’Àˈđàm bˈ‘Èṛèw S͡c͡hạˈbàt͡h mịˈBéjt͡h hạKˈnèßèt͡h ləWéjˈt͡họ, ’èˈħàđ tọw wə’èˈħàđ ṛạ‘. Ục͡hs͡c͡hèˈbà’ ləWéjˈt͡họ ụmàˈzà’ Néṛ dàˈlụq wəS͡c͡hụlˈħàn ‘àˈṛục͡h ụMịtàˈt͡họ mụˈzạ‘ạt͡h, Mạlˈ’àc͡h tọw ’ọˈméṛ: jəˈhị Ṛàˈzọn s͡c͡hètəˈhé’ ləS͡c͡hạˈbàt͡h ’ạˈħèṛèt͡h kàc͡h. ỤMạlˈ’àc͡h ṛạ‘ ‘ọˈnèh ’àˈmén bəˈ‘ạl Kàṛˈħọ. Wəˈ’ịm ˈlà’ụ, Mạlˈ’àc͡h ṛạ‘ ’ọˈméṛ: jəˈhị Ṛàˈzọn s͡c͡hètəˈhé’ ləS͡c͡hạˈbàt͡h ’ạˈħèṛèt͡h kàc͡h, ụMạlˈ’àc͡h tọw ‘ọˈnèh ’àˈmén bè‘‘ạl Kàṛˈħọ. |
Zwei Dienstengel begleiten einen Menschen am Sabbatabend vom Versammlungshaus [=Synagoge] zu seinem Haus, ein guter und ein böser. Und wenn er nach Hause kommt und eine Kerze gezündet und den Tisch gedeckt und sein Bett überzogen findet, sagt der gute Engel: »Es sei [G!ttes] Wille, es werde für noch ein Sabbat so sein!«. Und der böse Engel antwortet «Amen!» unter Verpflichtung. Und falls nicht, sagt der böse Engel: »Es sei [G!ttes] Wille, es werde für noch ein Sabbat so sein!«. Und der böse Engel antwortet «Amen!» unter Verpflichtung.

Die Melodie wurde 1918 vom Amerikanischen Rabbiner, Komponisten, Chordirigenten, und Erzieher Israel Goldfarb (1879..1956) komponiert, dem Rabbi der Congregation Baith Israel Anshei Emes in Brooklyn. Er komponierte die Melodie während er auf einer Bank vor der Bronzefigur der Alma Mater an Columbia University in New York saß, and veröffentlichte das Lied in Friday Evening Melodies, einer Sammlung von Liedern, die er und sein Bruder Samuel Eliezer Goldfarb komponiert hatten.

Die Melodie ist in der jüdischen Tonleiter.

In dieser SATB Gestaltung von David ben Or trägt die Altstimme die Melodie das ganze Stück hindurch. In den A Abschnitten begleiten der Sopran und der Bass der Melodie mit vorwiegend monophonischen Harmonien, während der Tenor trällende Tonleitern in ständigem Achteltakt im Hintergrund um sie herumspinnt. In den B Abschnitten, bringt der Sopran die Tonleitern in den Fordergrund voran während der Tenor die homophonische Harmonie übernimmt und der Bass eine kontrapunktische Gegenmelodie singt.

Stück  (MIDI MP3)

Sopran  (MIDI MP3)
Alt 
(Melodie) 
 (MIDI MP3)
Tenor  (MIDI MP3)
Bass  (MIDI MP3)
Tonaufnahmen

Schalom ‘Alejchem: Leadsheet 1/2Schalom ‘Alejchem: Leadsheet 2/2
Leadsheet
(PDF)
Schalom ‘Alejchem: Partition 1/4Schalom ‘Alejchem: Partition 2/4 Schalom ‘Alejchem: Partition 3/4Schalom ‘Alejchem: Partition 4/4
Partition
(PDF)

http://sefaradizo.org/muzica/shalom_aleyjem/ Sephardische Gesellschaft Órgiva, Granada, Andalusien, Spanien 2018.11.18 Deutsche Ausgabe

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